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Besuch eines Risikopatienten mit Atemschutzmaske

Schutz vor COVID-19
Verantwortungsvoller Umgang mit Risikogruppen

Die Auswirkungen, die eine Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 hat, sind extrem unterschiedlich. Manche Infizierte bleiben symptomfrei. Andere Betroffene aber erkranken an COVID-19 und entwickeln Symptome. Die Krankheit kann schlimmstenfalls zum Tod führen. Die Auswertung der Daten von Corona-Infizierten hat gezeigt, dass Menschen mit Vorerkrankungen und alte Menschen auffallend häufig schwere Verläufe entwickeln. Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte zu diesem Thema, im November 2020, fünf Gäste ins Schloss Bellevue eingeladen – alle waren am Coronavirus erkrankt und sind nun wieder genesen. Einer davon ist der Lungenarzt Dr. Heinz-Wilhelm Esser. Er stelle fest, dass die am Virus erkrankten Menschen immer jünger werden würden, und auch die schweren Verläufe würden zunehmen.1 Bis es einen zugelassenen Impfstoff gibt, gilt im Umgang mit Risikogruppen also besondere Vorsicht – aber auch im Umgang mit Menschen, die aufgrund ihres jungen Alters auf den ersten Blick nicht zu einer solchen Risikogruppe gehören. Nur wenn sich alle Menschen an die Handlungsempfehlungen halten, kann die Ausbreitung des Virus eingedämmt und die Bedrohung für gefährdete Bevölkerungsgruppen gemindert werden.

Wer gehört zur COVID-19-Risikogruppe?

Nicht jede Infektion mit SARS-CoV-2 führt zum Ausbruch von COVID-19. Wie hoch die individuelle Gefahr einer Erkrankung ist, lässt sich aktuell nur schwer sagen, da das Virus erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit bekannt ist. Die Auswertung bisheriger COVID-19-Fälle hat allerdings bestimmte Risikofaktoren ergeben, die einen schweren Verlauf der Krankheit zu begünstigen scheinen:

  • Alter: Die Leistung des Immunsystems nimmt ab dem Lebensalter von etwa 50 bis 60 Jahren ab, was einen schweren Verlauf wahrscheinlicher macht.
  • Geschlecht: Obwohl sich beide Geschlechter in gleichem Maße infizierten, entwickelten Männer häufiger einen schweren Verlauf.
  • Übergewicht: Häufig ist bei stark adipösen Personen das Herz-Kreislauf-System bereits angegriffen, sodass eine Corona-Infektion den Körper wesentlich stärker belastet.
  • Geschwächtes Immunsystem: Aufgrund einer Immunschwäche-Krankheit oder einer durch regelmäßige Medikamenteneinnahme geschwächten Immunabwehr (z. B. von Cortison) kann es zu einem schweren Verlauf kommen.
  • Vorerkrankungen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, chronische Atemwegs- oder Lungenkrankheiten, Erkrankungen der Nieren oder Leber, Diabetes mellitus, Krebserkrankungen machen einen schweren Verlauf wahrscheinlicher.
  • Rauchen: Für die Annahme, dass Raucher stärker gefährdet seien als Nichtraucher, gibt es bisher nur eine schwache Evidenz.

Bitte beachten Sie, dass Aussagen zum Verlauf und Risiko einer COVID-19-Erkrankung derzeit nur unter Vorbehalt möglich sind, da Virologen ständig neue Erkenntnisse über das Virus hinzugewinnen. Die aktuellen Informationen finden Sie im COVID-19-Steckbrief des Robert Koch-Instituts oder auf der Corona-Seite der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung).

Welche Vorsichtsmaßnahmen gelten für den Umgang mit Risikopatienten während der Corona-Pandemie?

Am besten schützen Sie Menschen, denen das Coronavirus gefährlich werden kann, indem Sie sich an alle allgemeinen Hygiene- und Verhaltensempfehlungen halten. Sie bilden in der Pandemie die Basis für alle zwischenmenschlichen Kontakte.

AHA-Regel
Abstand halten – Hygiene beachten – Alltagsmaske tragen

Mit der AHA-Regel schützen Sie nicht nur sich selbst vor einer Infektion, sondern auch Ihre Mitmenschen.

Da Sie im Alltag mitunter nicht wissen, ob Ihr Gegenüber zur Risikogruppe gehört, zeigen Sie mit der Einhaltung dieser Grundregeln Solidarität und tragen dazu bei, dass gefährdete Personen beruhigter durch den Alltag gehen.

  • Personenkontakte einschränken
  • Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 m
  • Körperkontakt vermeiden
  • regelmäßig und gründlich die Hände waschen
  • Gesicht und Haare nicht berühren
  • in die Armbeuge oder ein Wegwerftaschentuch niesen oder husten
  • Maske tragen

Natürlich gibt es auch Situationen, in denen Sie unvermeidlich Kontakt zu besonders gefährdeten Personen haben. Dazu zählen die Arbeit in der Pflege, der Besuch von älteren Verwandten sowie der Umgang mit Risikogruppen als Arbeitgeber. Für diese Fälle gelten jeweils besondere Regelungen, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

Mann mit FFP-Maske im Zug

Infektionsschutz in der Pflege

Nach dem deutschen Infektionsschutzgesetz ist jedes Pflegeheim dazu verpflichtet, sowohl Mitarbeiter als auch Patienten und Besucher mit einem umfassenden Hygienekonzept vor möglichen Gesundheitsnotständen zu schützen. Dazu zählt unter anderem ein Hygieneplan, der die Pflege während örtlicher Krankheitsausbrüche, Epidemien und Pandemien regelt.

Um die Gefahr einer Corona-Infektion zu vermeiden und die notwendige Hygiene in der Pflege zu erleichtern, empfiehlt das RKI zusätzliche Maßnahmen für die Hygiene in der Pflege :

  • Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes oder eines Atemschutzes (FFP-Maske)
  • möglichst Einzelunterbringung oder Bildung fester Gruppen in Mehrbettzimmern
  • feste Patientenzuteilung für das Pflegepersonal, um Personenkontakte zu reduzieren
  • Zimmer möglichst mit Vorraum, der als Schleuse für das Anlegen der Schutzausrüstung genutzt werden kann; dort sollten sich Vorrichtungen zur Aufbewahrung der Schutzkleidung und zur Entsorgung von Einwegprodukten befinden
  • Händedesinfektion mit viruzidem Desinfektionsmittel
  • patientenbezogene Verwendung von Medizinprodukten (z. B. Stethoskope)
  • Desinfektion möglichst mit thermischen Verfahren
Risikopatient und Besucherin mit Atemschutzmaske

Darüber hinaus sollten Besuche weitgehend eingeschränkt werden und nur in Ausnahmefällen unter den entsprechenden Schutzvorkehrungen stattfinden.

Besucht eine Familie beispielsweise ihre Oma oder ihren Opa, sollten alle Familienmitglieder eine FFP2- oder FFP3-Maske tragen. Das sind sogenannte filtrierende Halbmasken (Atemschutzmasken). Sie filtern Tröpfchen und Aerosole aus der Umgebungsluft und dienen dem Eigenschutz der tragenden Person. Unterteilt sind sie in drei Filterklassen (FFP1, FFP2 und FFP3), wobei nur FFP2 und FFP3 einen zuverlässigen Schutz vor dem Coronavirus bieten. FFP-Masken sind mit und ohne Ausatemventil erhältlich. Das Ventil verringert den Atemwiderstand und ermöglicht einen besseren Luft- und Feuchtigkeitsaustausch, dient aber ausschließlich dem Eigenschutz. Für die Oma oder den Opa ist eine FFP-Maske mit Ventil am besten geeignet. Damit sind sie geschützt und können durch den reduzierten Atemwiderstand deutlich besser atmen.

Diese Maßnahmen sollen den Infektionsschutz in der stationären und ambulanten Pflege sicherstellen und sind deshalb so weit wie möglich auf beide Bereiche anzuwenden. Corona-Schnelltests sollen zukünftig helfen, das Infektionsgeschehen in der Pflege besser unter Kontrolle zu bringen.

Umgang mit Risikogruppen in Kitas und Schulen

Das RKI ging lange davon aus, dass sich Kinder und Jugendliche seltener mit dem Coronavirus infizieren als Erwachsene. Prof. Dr. Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité, erklärte jedoch kürzlich, dass man mittlerweile von einem vergleichbaren Infektionsrisiko bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ausgehen kann. Mehr dazu erfahren Sie in der Aufzeichnung vom „Windthorst-Abend 2020“ .

Soweit es unter den Schülern keine Vorerkrankungen gibt, liegt der aktuelle Fokus im Umgang mit Risikogruppen in einer Schule oder Kita vor allem auf gefährdeten Mitarbeitern. Hier können Sie sich nach den allgemeinen Regeln zum Infektionsschutz am Arbeitsplatz richten. Im Umgang mit Risikogruppen sollte ein Arbeitgeber demnach versuchen, individuelle Lösungen in Absprache mit den Mitarbeitern zu finden.

Mann mit Atemschutzmaske und Kind auf den Schultern

Kleinere Klassen, ausreichend Abstand, regelmäßiges Lüften und das Tragen von Alltagsmasken sind die Regel in den Klassenräumen geworden. Doch vor allem in den Pausen oder beim Sportunterricht gestaltet sich die Umsetzung dieser Regeln schwierig. Sind die Schulen etwa wegen Quarantäne geschlossen, findet Fernunterricht statt. Dabei befinden sich die Lehrer in der Regel allein in den Klassenräumen vor Ort oder sind zu Hause. In beiden Fällen wird versucht, den Unterricht so gut es geht per Videoschaltung fortzusetzen. Die Schüler nehmen digital von zu Hause am Unterricht teil. Voraussetzung dafür sind geeignete Geräte und stabile Internetleitungen. Beides ist hierzulande nicht überall ausreichend vorhanden, was das Homeschooling erschwert und den Lehrern zum Teil viel Kreativität und Geduld abverlangt. Schulaufgaben werden häufig an die E-Mail-Adresse der Eltern gesendet, weil vor allem jüngere Schüler noch keine eigene E-Mail-Adresse haben. Die Mithilfe der Eltern ist deshalb unerlässlich.

Macht eine FFP-Maske den Umgang mit Risikogruppen sicherer?

Um beim regelmäßigen Umgang mit Risikopatienten eine Corona-Übertragung zu verhindern, sollten Sie anstatt einer Alltagsmaske aus Stoff lieber einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder eine filtrierende Atemschutzmaske tragen. Insbesondere wenn Sie aufgrund Ihres Berufs zahlreiche Personenkontakte haben, schützen Sie Risikopatienten auf diese Weise effektiv vor einer unbewussten Ansteckung – und zwar nicht nur mit dem Coronavirus, sondern auch mit anderen Infektionskrankheiten, die das Immunsystem der betroffenen Personen zusätzlich schwächen und den Kampf gegen eine COVID-19-Erkrankung noch schwerer machen würden.

Besonders effektiv sind in diesem Zusammenhang filtrierende Halbmasken, auch FFP-Masken, wie die Dräger X-plore (R) 1700. Die Filterklassen FFP2 und FFP3 bieten bei richtiger Benutzung einen wirksamen Schutz in allen Situationen, in denen Sie den notwendigen Sicherheitsabstand nicht einhalten können.

Bahnreisende mit FFP3-Masken

Beachten Sie bitte, dass das Tragen einer FFP-Maske bei Bartträgern gemäß nationaler Gesetzgebungen und Richtlinien als ungeeignet eingestuft wird. Bärte können Leckagen verursachen oder zu einem nicht optimalen Dichtsitz führen.

Alle Maskenmodelle gibt es mit oder ohne Ausatemventil. Mit einem geöffneten Ventil fällt das Ausatmen zwar leichter, doch auf diese Weise schützt die Maske nur Sie und nicht die Personen in Ihrer Umgebung. Eine FFP3-Maske mit geschlossenem oder ohne Ventil bietet hingegen auch allen anderen einen wirksamen Schutz vor Viren und Bakterien und ist deshalb nicht nur für Risikopatienten, sondern auch für den Umgang mit Corona-Kontaktpersonen geeignet.