VERSANDKOSTENFREI AB 29,90€
FFP kaufen
Frau mit FFP-Maske

Welche Qualitätskriterien müssen FFP-Masken erfüllen?

Atemschutzmasken sind seit Anfang der Corona-Pandemie zu unseren täglichen Begleitern geworden. Neben den Aufforderungen „Abstand halten!“ und „Hygiene-Maßnahmen beachten!“ zählt „Alltagsmaske tragen!“ zu den wichtigen AHA-Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. Ob es sich um den Besuch beim Hausarzt, den wöchentlichen Einkauf oder den Weg zur Arbeit handelt, zum Schutz vor einer Ansteckung mit Covid-19 können wir uns die Atemschutzmaske aus unserem Alltag zurzeit nicht wegdenken. Doch wie zuverlässig sind die unterschiedlichen Maskentypen wirklich und auf welche Qualitätsmerkmale sollte unbedingt acht gelegt werden, damit ein wirksamer Schutz gewährleistet ist, wenn Abstandsregeln nicht eingehalten werden können?

Alltagsmasken müssen keiner Norm entsprechen

Wer sich bestmöglich vor dem Coronavirus schützen möchte, rüstet sich zunehmend mit einer FFP2-oder FFP3-Maske. In Apotheken werden diese Modelle Menschen ab 60 Jahren kostenlos zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zu einer Alltagsmaske kann die filtrierende Halbmaske (Atemschutzmaske) die Inhalation infektiöser Tröpfchen und Aerosole verhindern und dient ihren Trägern*innen damit zum Selbstschutz, sofern sie den Qualitätsanforderungen der EU entspricht. In Europa unterliegen FFP-Masken einem strengen Prüfverfahren gemäß den Anforderungen der EU-Norm EN 149:2001+A1:2009 und müssen das seit vielen Jahren etablierte EU-Konformitätsbewertungsverfahren gemäß PSA-VO (EU 2016/425) durchlaufen. In Qualitätstests wird geprüft, wie viel Aerosol und kleinere Tröpfchen durch die Atemschutzmaske gelangen können. Entsprechend der Norm müssen Atemschutzmasken der Filterklasse FFP2 mindestens 94 Prozent der in der Umgebungsluft befindlichen Partikel auffangen, Masken der Filterklasse FFP3 sogar 99 Prozent.

CE-Kennzeichnung als Prüfzeichen für Produktsicherheit

Das CE-Siegel ist die wichtigste Kennzeichnung, wenn es um die Sicherheit von Produkten geht. Die französische Abkürzung CE steht dabei für Conformité Européenne und folglich für Europäische Konformität. Das bedeutet, dass eine mit der CE-Kennzeichnung versehene Atemschutzmaske mit den gesetzlichen Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft konform ist. Um auf dem Europäischen Markt zugelassen zu werden, müssen FFP2- und FFP3-Masken den gesetzlichen Sicherheitsanforderungen der EU entsprechen und folglich mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Prüfzeichen, dem CE-Kennzeichen, versehen sein.

So kann ich die CE-Kennzeichnung überprüfen

Häufig sind Atemschutzmasken mit einer Vielzahl von Kennzeichnungen versehen. Bei der Prüfung der CE-Kennzeichnung sollte darauf geachtet werden, dass die zertifizierte Atemschutzmaske mit einer vierstelligen Kennnummer kenntlich gemacht worden ist. Diese gibt Rückschluss auf die jeweilige Prüfstelle, durch welche die Maske geprüft und zertifiziert wurde. FFP2- und FFP3-Masken, die durch die DEKRA geprüft worden sind und alle Qualitätstests bestanden haben, werden beispielsweise durch die Prüfstellennummer „CE 0158“ gekennzeichnet.

FFP-Maske mit CE-Kennzeichnung

Die CE-Kennzeichnung basiert auf einer Konformitätserklärung

Durch die Unterzeichnung der EU-Konformitätserklärung bestätigen die Hersteller, dass ihre Produkte mit den gesetzlichen Sicherheitsanforderungen der EU-Richtlinien konform sind. Sie tragen damit die volle Verantwortung für ihre Produkte und übernehmen die Haftung dafür, dass die geltenden Gesetze eingehalten werden. Der Inhalt der jeweiligen Konformitätserklärung wird durch die entsprechende EU-Richtlinie vorgegeben. Die Konformitätserklärung muss in einer innerhalb der EU geltenden Amtssprache verfasst werden.

Qualitätssicherung durch die Prüfstellen DEKRA und IFA

Die Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) nennt für Deutschland aktuell zwei Prüfstellen: Die DEKRA Testing and Certification GmbH mit der Prüfnummer 0158 und das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) mit der Nummer 0121. Die ZLS ist für die Überwachung der notifizierten Stellen in Deutschland zuständig.

Die DEKRA Testing and Certification GmbH ist mit einem Speziallabor in Essen ausgestattet und als notifizierte Stelle für filtrierende Atemschutzmasken anerkannt. Das zertifizierte Prüflabor bietet für FFP-Atemschutzmasken den kompletten Service rund um Baumusterprüfung und Zertifizierung der CE-Kennzeichnung. Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) ist ein Forschungs- und Prüfinstitut der gesetzlichen Unfallversicherungsträger in Deutschland, es hat seinen Sitz in Sankt Augustin bei Bonn. Nur solche Atemschutzmasken, die alle Tests der DEKRA oder des IFAs bestehen, erhalten das CE-Zeichen mit der Kennzahl 0158 bzw. 0121 für deren Prüfstelle.

Darin liegt der Unterschied zwischen FFP2 und KN-95

KN-95-Maske

Aufgrund der Masken-Versorgungsengpässe in der ersten Phase der Corona-Pandemie hat Deutschland mit Hilfe von Schnelltests sogenannte KN95-Masken aus China zugelassen. Während marktfähige FFP2-Filtermasken in Europa durch die CE-Kennzeichnung kenntlich gemacht werden, sind die KN95-Masken mit keinem CE-Siegel versehen und mussten dementsprechend nicht das nach den EU-Richtlinien vorgeschriebene Prüfverfahren durchlaufen.

Stattdessen mussten sie im Frühjahr und Sommer einen Schnelltest bei der deutschen Prüfstelle bestehen und sollten damit theoretisch einen ähnlichen Schutz vor Viren bieten. Im DEKRA Labor ist die Prüfung von Corona-Pandemie-Atemschutzmasken (CPA) auf Basis des CPA-Schnelltests seit dem 01. Oktober 2020 allerdings nicht mehr möglich. Trotzdem dürfen die sich auf dem Markt befindlichen Masken bis zum Ende ihres Ablaufdatums weiterhin vertrieben werden und Anwendung finden.

Diese Kriterien muss eine normgeprüfte FFP-Atemschutzmaske erfüllen

Bei der Anschaffung einer FFP2-Maske besteht die Gefahr, dass der Verbraucher eine ungeprüfte, mangelhafte oder gar gefälschte Maske erwischt - auch wenn diese aus der Apotheke stammt. Die DEKRA vermutet, dass rund 60 bis 80 Prozent der sich auf dem Markt befindlichen Masken nicht regelkonform zugelassen worden sind. Folgende Kriterien muss eine normkonforme Atemschutzmaske erfüllen:

Grafik zur Erklärung der Kriterien für eine normgeprüfte FFP-Atemschutzmaske
  1. Die Atemschutzmaske muss mit einer CE-Kennzeichnung versehen sein - gefolgt von einer vierstelligen Nummer, die Rückschluss auf die zugelassene Prüfstelle gibt (0158 = DEKRA).
  2. Neben der Klasse (FFP1, FFP2, FFP3) folgt eine Leerstelle und entweder der Zusatz »NR«, für eine Schicht, der Zusatz »R«, wenn wiederverwendbar oder der Zusatz »D«, für Eignung bei hohem Staubaufkommen.
  3. Zudem sollte der Firmenname oder ein anderer Hinweis auf den Hersteller sowie der Produktname auf der Maske angegeben sein.
  4. Auch sollte die Maske mit der Nummer und dem Jahr der Veröffentlichung der Europäischen Prüfnorm EN 149 versehen sein.

Seit dem 1. Oktober besteht die Voraussetzung für alle neu auf den Markt kommenden Masken darin, richtig CE-geprüft zu sein. Daher sollten Sie bei einer FFP2-Maske auf eine komplette CE-Kennzeichnung achten. Um zu prüfen, ob die Kennzeichnung keine Fälschung ist, können Sie die CE-Nummer auch in der NANDO-Datenbank auf der Website der EU-Kommission überprüfen lassen.

Bei Fragen oder Zweifeln weist die DEKRA außerdem darauf hin, sich an den Verkäufer der Maske, z. B. die Apotheke oder den Internet-Shop zu wenden. Dieser ist zur Auskunft und zum Nachweis über die EU-Konformität verpflichtet.