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Physiotherapeut und Patient mit Atemschutzmasken

Verstärkter Infektionsschutz am Arbeitsplatz
während der Corona-Pandemie

Zuletzt geändert am 21.01.2021.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Plötzlich ist das Thema Infektionsschutz nicht mehr nur im Gesundheitswesen, sondern in allen Branchen relevant, denn nur die wenigsten Berufe können ausschließlich im Homeoffice ausgeübt werden. Strenge Hygieneregeln und Schutzmaßnahmen sind zurzeit die einzigen Wege, die Verbreitung des Virus aufzuhalten und die Gefahr einer COVID-19-Erkrankung besonders für potenzielle Risikogruppen einzudämmen. Aus diesem Grund muss der Infektionsschutz am Arbeitsplatz sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer an erster Stelle stehen.

Hygiene im Büro und bei Kundenkontakt

Solange es keine wirksame Impfung gegen COVID-19 gibt, können Sie sich einzig durch die strenge Einhaltung von Hygiene- und Verhaltensregeln vor einer Infektion schützen und damit letztlich verhindern, dass Sie Kollegen oder Kunden mit dem Virus anstecken. Zu diesem Zweck empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die AHA-Formel. Die Abkürzung steht für Abstand, Hygiene und Atemschutzmaske (Medizinische Gesichtsmaske oder FFP2-Maske). Ein zusätzlich angehängtes L soll an das regelmäßige Lüften in geschlossenen Räumen erinnern. So erweitert sich die allgemeine Formel im Büroalltag oder im Kundenkontakt auf AHA+L. Diese vier Schlagworte fassen alle Maßnahmen zusammen, die Sie für den Infektionsschutz im Büro und bei Kontakt zu Kunden beachten müssen.

Reisende mit Atemschutzsmasken auf Bahnsteig

Abstand

  • Mindestabstand von 1,50 m zu anderen Menschen
  • Begrüßung und Verabschiedung ohne direkten Körperkontakt
  • Meetings und Termine telefonisch oder per Videokonferenz
  • Homeoffice, wenn möglich
  • bei geringsten Krankheitssymptomen zu Hause bleiben

Hygiene

  • Hände regelmäßig gründlich waschen (mindestens 30 Sekunden) oder desinfizieren, wenn keine Waschgelegenheit in der Nähe ist
  • Hände von Gesicht und Haaren fernhalten
  • Arbeitsräume ohne zuverlässige Luftfilteranlage mehrmals täglich intensiv lüften
  • Arbeitsplätze nicht mit anderen teilen oder Oberflächen und Arbeitsmittel vor der Benutzung gründlich reinigen
  • beim Niesen oder Husten abwenden und Mund und Nase mit der Armbeuge bedecken

Atemschutzmaske

  • Maske tragen (mindestens medizinische Gesichtsmaske oder FFP2-Maske), sobald der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann

Lüften

  • regelmäßig Lüften, sobald man sich in geschlossenen Räumen aufhält

Als Arbeitnehmer sollten Sie diese Hygienevorschriften im Büro, bei Kundenkontakt und auf Geschäftsreisen unbedingt einhalten und sich in allen Situationen verantwortungsvoll verhalten. Nur so können Sie sich, Ihre Kollegen und Kunden vor einer Infektion schützen.

AHA-Regel
Abstand halten – Hygiene beachten – Atemschutzmaske tragen

Mit der AHA-Regel schützen Sie nicht nur sich selbst vor einer Infektion, sondern auch Ihre Mitmenschen.

Infektionsschutz am Arbeitsplatz – neue Pflichten für Arbeitgeber

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet Arbeitgeber dazu, die Sicherheit und Gesundheit aller Beschäftigten während der Arbeitszeit sicherzustellen. Mit der Ausbreitung des Coronavirus wurden verbindliche Maßnahmen zum Infektionsschutz am Arbeitsplatz notwendig, um das Infektionsrisiko für Arbeitnehmer so gering wie möglich zu halten.

Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Februar 2021 den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard (SARS_CoV-2 ArbSchStandard (bmas.de)) veröffentlicht und mit der im Februar 2021 in Kraft getretenen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel (SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel (baua.de)) rechtsverbindlich konkretisiert. Demnach sind Arbeitgeber zu den folgenden Maßnahmen verpflichtet:

Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im April 2020 den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard veröffentlicht und mit der im August 2020 in Kraft getretenen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel rechtsverbindlich konkretisiert. Demnach sind Arbeitgeber zu den folgenden Maßnahmen verpflichtet:

  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m; Tragen von medizinischen Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz), wo dies nicht möglich ist
  • In Kantinen und Pausenräumen muss ebenfalls auf einen Mindestabstand von 1,5 m geachtet werden
  • Kontakt der Beschäftigten untereinander durch Neuorganisation von Arbeits- und Betriebsabläufen entzerren und auf ein Minimum reduzieren
  • Räume und Arbeitsmittel in kurzen Intervallen reinigen und desinfizieren
  • Arbeitgeber müssen Seifen- und Handtuchspender in Sanitärräumen bereitstellen
  • Gewährleistung von regelmäßigem Lüften
  • Wenn mehrere Räume gleichzeitig von mehreren Personen genutzt werden, muss jede Person 10 Quadratmeter Platz zur Verfügung haben
  • Arbeitgeber müssen mindestens medizinische Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz) für die Arbeit im Unternehmen bereitstellen
  • Sofern kein betriebsbedingter Grund für eine gegenteilige Tätigkeit vorliegt, ist der Arbeitgeber verpflichtet Homeoffice anzubieten. Die Beschäftigten sind nicht verpflichtet, das Homeoffice zu nutzen
  • In Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern sollte die kleinstmögliche Arbeitsgruppe gebildet und die Arbeit nach Möglichkeit gestaffelt werden
  • Mitarbeiter bei den geringsten Krankheitssymptomen nach Hause schicken, bis die Ursache geklärt ist
  • Individuelle Lösungen, falls Mitarbeiter zur Risikogruppe gehören
  • Aktionsplan für den Fall einer COVID-19-Erkrankung im Betrieb erstellen
  • Aufklärung und Unterweisung der Mitarbeiter

Diese Maßnahmen sind der Mindeststandard für alle Arbeitgeber in Deutschland. In einigen Branchen sind weitaus strengere Maßnahmen notwendig, um die Mitarbeiter in Risikosituationen zu schützen. Dazu gehört zum Beispiel die allgemeine Maskenpflicht im Einzelhandel oder die Umsetzung eines Hygieneplans in einer Arztpraxis. Branchenspezifische Regelungen werden von den zuständigen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen veröffentlicht.

Maskenpflicht am Arbeitsplatz

Für den Infektionsschutz im Büro ist eine medizinische Gesichtsmaske (Mund-Nasen-Schutz) verpflichtend, sobald die Abstandsregel aus bestimmten Gründen nicht eingehalten werden kann. In Berufen, in denen Sie zwangsläufig viele wechselnde Kontakte haben, gilt hingegen eine allgemeine Maskenpflicht; so zum Beispiel im Einzelhandel, in der Gastronomie und für Service-Mitarbeiter. In solchen Bereichen mit erhöhtem Infektionsrisiko sind Sie mit einer FFP2-Maske mit ausreichender Filterfunktion besser geschützt (teilweise verpflichtet, diese zu tragen), da diese nicht nur dem Fremd- sondern auch dem Eigenschutz dient. Sie werden zum Beispiel zum Infektionsschutz in einer Arztpraxis, im Krankenhaus oder in der Pflege getragen.

Möglichkeiten für den Infektionsschutz im Überblick:

  • Medizinische Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz) schützen ausschließlich die Menschen in Ihrer Umgebung vor einer Infektion durch die Tröpfchen aus Ihrer Atemluft (beim Sprechen, Husten oder Niesen) und dienen so der unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus. Sie sind zusätzlich festgelegten Kontroll- und Zertifizierungsmaßnahmen unterworfen.
  • Filtrierende Halbmasken (Atemschutz-Maske), auch FFP-Masken genannt, filtern Tröpfchen und Aerosole aus der Umgebungsluft und dienen dem Eigenschutz der tragenden Person. Sie werden in drei Filterklassen (FFP1 bis FFP3) eingeteilt, wobei nur FFP2 und FFP3 einen zuverlässigen Schutz vor dem Coronavirus bieten. FFP-Masken sind mit und ohne Ausatemventil erhältlich. Das Ventil verringert den Atemwiderstand und ermöglicht einen besseren Luft- und Feuchtigkeitsaustausch, dient aber ausschließlich dem Eigenschutz. Um auch die Menschen in Ihrer Umgebung zu schützen, sollten Sie Masken ohne Ausatemventil verwenden. Wenn Sie zu einer Risikogruppe mit Atemwegsvorerkrankungen zählen oder Ihnen aufgrund Ihres Alters das Atmen schwerfällt, dann können Sie durchaus eine FFP-Maske mit Ventil tragen. Personen in Ihrem Umfeld sollten dann jedoch ebenfalls eine FFP-Maske tragen, mit oder ohne Ventil.

Welche Atemschutzmaske Sie am besten vor Corona schützt, hängt also einerseits davon ab, wie viele Kontakte Sie während der Arbeitszeit haben und wie hoch das Infektionsrisiko jeweils ist. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei der zuständigen Berufsgenossenschaft nach branchenspezifischen Empfehlungen.

Physiotherapeut und Patient mit FFP-Masken

Hygienekonzepte für spezielle Arbeitsfelder

Im Gesundheitswesen sind die Anforderungen an Hygiene und Infektionsschutz am Arbeitsplatz ohnehin um ein Vielfaches höher als in anderen Branchen. So verpflichtet das Infektionsschutzgesetz (IfSG) jede Arztpraxis sowie alle Krankenhäuser, Pflegeheime, physiotherapeutischen Einrichtungen zur Einhaltung eines Pandemieplans, mit dem im Ernstfall alle erforderlichen Schutz- und Hygieneanforderungen erfüllt werden können.

Ein wichtiger Bestandteil davon ist der Hygieneplan, mit dem Physiotherapie- und Arztpraxen nicht nur den Schutz der Patienten, sondern auch der Mitarbeiter sicherstellen. Der Plan umfasst die Einrichtung von Hygienezonen, das Tragen spezieller Schutzausrüstung sowie verschärfte Vorgaben zur Desinfektion oder Entsorgung von Arbeitsmitteln nach einer potenziellen Kontamination.

Auch für öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder Kitas und Unternehmen im Personenbeförderungsverkehr gelten spezielle Pandemiekonzepte. Auf den Websites der zuständigen Behörden und Berufsverbände finden Sie die entsprechenden Regelungen, die Ihnen dabei helfen, Mitarbeiter und Betreute oder Fahrgäste vor einer Infektion zu schützen und die Ausbreitung des Coronavirus zu verringern.

Ausführliche Informationen zum Virus sowie zum Verhalten in Risikosituationen oder bei Infektionsverdacht finden Sie auf der Corona-Seite der BZgA und auf der Website des Robert-Koch-Instituts.

Physiotherapeut und Patient mit FFP-Masken